Herzzerreissend und voll poetischer Leidenschaft
Als 16-jährige wird Nelka von den Nazis von Lemberg nach Norddeutschland verschleppt, wo sie als Zwangsarbeiterin schuften muss. 50 Jahre später kehrt sie zurück und trifft auf den früheren Gutsverwalter, dessen Zwangsgeliebte sie war. Krieg, Verschleppung, das System der Ausbeutung und Missbrauch sind die Themen von «Nelka» – aber auch der Durchhaltewillen der Protagonistin.
Svenja Leiber erzählt Leben und Leiden Nelkas auf zwei zeitlichen Ebenen: Der Gegenwart und der Erinnerung. Mit feinem Gespür für Details verzahnt sie das vermeintlich Private und das Öffentliche eng miteinander. «Nelka» schreibe Weltgeschichte, voll «poetischer Leidenschaft», meint der Rezensent des «Deutschlandfunk», und die Autorin Kristine Bilkau war von der ersten Seite an verzaubert vom «herzzerreissenden, traurigen und doch so federleichten» Text.
Svenja Leiber: Nelka. Roman Suhrkamp Verlag 2026