Innerlicher Aufruhr und eine verzwickte Spurensuche
Am Strand von Le Havre liegt ein Toter, auf dessen Kinoticket die Telefonnummer der Erzählerin steht: So beginnt die Geschichte aus der Perspektive einer Frau um die 50, Synchronsprecherin in Paris, Mutter und Ehefrau. Was aber hat sie mit dem Ermordeten dort zu tun? Sie reist in die Stadt ihrer Kindheit, wo sie von der Vergangenheit und den Erinnerungen an die erste Liebe eingeholt wird. Was, wenn es sich beim Toten um ihn handelt?
«Brandung» ist ein literarischer Thriller, der zum Schauplatz innerlichen Aufruhrs und biografischer Erkundungen wird, angereichert mit historischen Exkursen, Begegnungen mit alten Bekannten der Heldin oder Reflexionen über sich selbst. «Ein anspielungsreicher, vielschichtiger, schillernder Roman, der vor allem den Resonanzen nachlauscht, die frühe prägende Erlebnisse auch nach Jahrzehnten in Menschen auslösen können», meint die Rezensentin des «Deutschlandfunks».
Maylis de Kerangal: Brandung. Roman. (Aus dem Französischen von Andrea Spingler).
Suhrkamp Verlag 2026